Was mach ich mit Jesus...

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Re: Was mach ich mit Jesus...

Beitrag von ABA זאב ברנובסקי am So 24 Jun - 20:00

Schalom lieber Willy,
Du schreibst:

Diese Frage des römischen Prokurators ist eigentlich eine Bankrotterklärung.
Pilatus konnte in Jesu Gegenwart nicht einfach nach seinem Geschmack handeln.
Dazu lieber Willy möchte ich Dir meine jüdische Ansicht posten:
> Die RÖMER und PILATUS <

Die Römer, die wir aus der Geschichte kennen, hatten sehr wenig gemeinsam mit den Römern, wie sie in den Evangelien geschildert werden. Da es dem Römischen Kaiser nicht gelungen war, nach dem Ableben Herodes (zuweilen "der Große" genannt) einen geeigneten Anwärter für ein jüdisches Marionetten-Königtum zu finden,  kamen und gingen im Laufe der nächsten 30 Jahre die Statthalter dieser Region. Besteuerungen kamen Enteignungen gleich und für die jüdische Bevölkerung waren die Römer geächtet.
     

Unter diesen Aspekten wurde PONSIUS PILATUS im Jahre 25 u.Z. Statthalter von Judäa. Von Anfang an hatte PILATUS Verachtung vor dem jüdischen Gesetz. In ungeheuerlicher Provokation, aber in vollem Bewusstsein, ließ er Jerusalem gotteslästerlich ausschmücken. Er wollte den Juden ab sofort nichts mehr durchgehen lassen, sondern sie vor ein FAIT ACCOMPLI stellen, das ihnen klar machen sollte, wie die neue römische Ordnung beschafften war, die in Judäa das SAGEN hatte. (Selbst Hieronimus und Origenes schrieben (viel später) das PONTIUS PILATUS sogar soweit ging, eine Büste Cäsars im Tempel selbst aufzustellen. PILATUS griff auch in den Tempelschatz, um mit diesen Geldern noch mehr Wasservorräte anzulegen. Er beschlagnahmte dadurch jüdisches Gut. PILATUS schickte verkleidete Soldaten unter das VOLK um es entweder auszuspionieren oder zu provozieren. Viele Juden kamen um, oder wurden verwundet.

JOSEPHUS BERICHTET:
Das Schicksal der Opfer versetzte das Volk in Schrecken und ließ es verstummen. Die Zusammenstöße zwischen Römern und Zeloten sind pausenlosen Konflikte in der gesamten Provinz.

Zusammenfassend ist zu sagen :

Weder die Römer, noch PILATUS selbst,
entsprachen historisch dem Bild der Evangelien.

Es ist jedoch auch zu berücksichtigen dass die Evangelien nicht deswegen zusammengestellt wurden um ein historisches Bild zu hinterlassen.
(Sonst hätte die christlichen Endredakteure die Evangelien anders verfasst.)



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Re: Was mach ich mit Jesus...

Beitrag von ABA זאב ברנובסקי am So 24 Jun - 23:00

Schalom lieber Willy,
dann setzen wir noch einen drauf, und zwar mit ...


> Das Prätorium < (unter Vorsitz von Pontius Pilatus)

Das PRAETOIUM war der Ort an dem der römische PROZESS JESU stattfand!

_          


Es ist der Ort, des Richterstuhls, die Residenz des Statthalters. Nach römischen Recht war ein PROZESS im Praetorium eine nicht öffentliche Sitzung, zu der lediglich APPARITORES (besondere berufsmäßige Angestellte) zugelassen waren. Das eigentliche Amtszimmer im PRAETORIUM wurde SECRETARIUM genannt und war durch einen als VELUM bezeichneten Vorhang (teilweise ummauert) abgetrennt. Das VELUM konnte auf Befehl geöffnet werden, um die Gerichtsstätte zu betreten. Ansonsten musste es während eines Verfahrens geschlossen bleiben.
Das eigentliche PRAETORIUM für den römischen Statthalter von Judäa befand sich allerdings in CAESAREA .
(Nähe des heutigen Hadera und dem Kibuz Ma´agan Michael)
Hielt der Statthalter sich allerdings in Jerusalem auf, residierte er im Königspalast, so dass dieser auch als PRAETORIUM diente, in dem die Gerichtsverhandlungen geführt wurden.

Das allgemeine Volk hatte überhaupt keinen Zugang zum Gerichtssaal des PRAETORIUMS.

Das Johannes-Evangelium versucht nun diesen Öffentlichkeits-Ausschluss durch die Besorgnis der „PSEUDO-VERKLÄGER“ aus >den JUDEN< damit zu stützen, dass sie nicht unrein werden dürfen !!!

LEIDER gibt es weder in der TORA ; noch in einem jüdischen Recht (und Pflicht), noch in irgendeiner Ritualvorschrift >NICHTS< , was eine solche Behauptung stützen könnte.

______

Dass ein JUDE durch das Betreten eines Königspalastes, eines Gerichtssaales oder auch eines Heidenhauses unrein würde, ist eine pure Erfindung der betr. Evangeliums-Redakteure. Auch die Begründung, dass es PESSACH-ZEIT ist, macht dies nicht glaubhafter !!! Der oder die Betreffenden würden niemals deswegen von der PESSACH-Feier oder vom OPFERLAMM ausgeschlossen werden !!!
(zu Bemerken wäre hier noch: Wieso konnte dann Joseph von Arämatia so ohne weiteres zu PILATUS gehen, als er um den Leib Jesu bat ?)

Wenn also „die JUDEN“, wie der Johannes-Redakteur berichtet, den Palast und den Gerichtssaal nicht betraten, dann aus einem ganz ANDEREN GRUNDE !!!

nämlich, weil es ihnen unabhängig von ihrem Willen ganz einfach


>>> NICHT ERLAUBT WAR !!! <<<







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Re: Was mach ich mit Jesus...

Beitrag von Franz am So 8 Jul - 17:55

Was ich mit Jesus mache?

Jesus als Angelpunkt der Menschheitsgeschichte und Weltgeschichte anerkennen!

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Re: Was mach ich mit Jesus...

Beitrag von Adam am Di 10 Jul - 9:44

ABA זאב ברנובסקי schrieb:
ABA זאב ברנובסקי schrieb:.....

Zusammenfassend ist zu sagen :

Weder die Römer, noch PILATUS selbst,
entsprachen historisch dem Bild der Evangelien.

Es ist jedoch auch zu berücksichtigen dass die Evangelien nicht deswegen zusammengestellt wurden um ein historisches Bild zu hinterlassen.
(Sonst hätte die christlichen Endredakteure die Evangelien anders verfasst.)


[/justify]

שלום אבא
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Könntest du dich bitte dazu äußern?. Was meinst du denn, auch persönlich, wie dann die Evangelien formuliert worden wären?.

Meinst du nicht auch, dass selbst viele Schriften des Tanach ebenfalls anders lauten würden, wenn sie rein nach historisch evidenten Gründen verfasst worden wären?!

Ist es denn nicht vielmehr so, dass es hier um die Botschaft als solches geht, und nicht um einen historisch geschichtlichen Hintergrund - zumal ja jene Botschaft selbst zeitlos gehalten werden sollte, was ich mir natürlich extrem schwierig vorstelle, und dies eben nicht ohne göttliche Inspiration möglich ist, weil nur Gott wusste und weiß, wie ein ABA 2000 Jahre später dazu Stellung beziehen würde, oder ein Adam eben diese Fragen stellt, was ich hiermit tue!....

Gruß (ein) Adam (der Neuzeit)
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