Christen und die Thora

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Re: Christen und die Thora

Beitrag von HeinzB am Mi 18 Jul - 9:39

Da gilt auch der Umkehrschluss: Du verstehst das A.T ohne dem N.T. nicht.
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Re: Christen und die Thora

Beitrag von Padma am Mi 18 Jul - 10:03

Ich denke, es ist wichtig, zu beachten, wozu Gottes Gebote gegeben wurden: Nicht, um irgendwelche willkürlichen Spielregeln aufzustellen und danach Pluspunkte und Strafpunkte zu verteilen, rote und gelbe Karten zu zeigen usw.

Wie auch Paulus in Römer 7 sagt: Das Gesetz ist zu Leben gegeben.
Wer danach lebt, wird Leben und Segen haben.

Die Kehrseite ist natürlich, dass Verfehlung dann unweigerlich Fluch und Tod nach sich zieht.

Das heißt aber nicht, dass das Gesetz deswegen schlecht oder falsch wäre.

Am Scheitern der Menschen gegenüber den Forderungen des Gesetzes zeigt sich, dass das Gesetz "geistlich" ist - "ich aber bin fleischlich, unter die Sünde verkauft".

Jesus ist nicht gekommen, um uns ein Leben als "Gesetzlose" zu ermöglichen. (Paulus schreibt auch von sich selbst, dass er denen, die ohne Gesetz sind, geworden ist wie sie, um sie zu gewinnen, obwohl er doch nicht ohne Gesetz ist).

Jesus ermöglicht uns vielmehr, an den höchsten Idealen (so, wie er es in seiner verschärften Auslegung formuliert hat: "ich aber sage euch" ...) festzuhalten, ohne dem Fluch und Tod zu verfallen, wenn wir daran scheitern.

Weil wir nicht unter dem Gesetz stehen, sondern unter der Gnade.

Er gibt uns die Freiheit, nach Gottes Willen zu leben, ohne Angst vor Scheitern.
Und schenkt uns Leben und Segen unabhängig von unserem Erfolg und unserer Leistung.
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Re: Christen und die Thora

Beitrag von HeinzB am Mi 18 Jul - 10:07

Ja genau Padma.
Da ist auch was Pete sagte in seinem diesbezüglichen Post.
Der Heilige Geist ermöglicht es uns die Gebote zu leben.
Ohne Druck und ohne Angst zu scheitern.
Das aber tat das Gesetz nicht.
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Re: Christen und die Thora

Beitrag von Franz am Mi 18 Jul - 18:07

Hi Padma!

Es gibt sehr wohl Leute, die im Jüngsten Gericht unter dem Gesetz stehen: jene, die Jesus nicht als den Messias glauben. Dann wird Ihnen das Gericht zum Gericht der Gerechtigkeit, und wenn sie sogar gegen den Geist gelästert hatten, kann Ihnen diese Sünde nicht vergeben werden.

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Re: Christen und die Thora

Beitrag von Padma am Mi 18 Jul - 21:14

Franz schrieb:Hi Padma!

Es gibt sehr wohl Leute, die im Jüngsten Gericht unter dem Gesetz stehen: jene, die Jesus nicht als den Messias glauben. Dann wird Ihnen das Gericht zum Gericht der Gerechtigkeit, und wenn sie sogar gegen den Geist gelästert hatten, kann Ihnen diese Sünde nicht vergeben werden.

Hi Franz

Die meinte ich ja auch nicht mit "wir" Wink ; ich gehe eigentlich davon aus, dass "wir", die wir den Satz des Paulus:
Röm 6,14 Denn die Sünde wird nicht herrschen über euch, weil ihr ja nicht unter dem Gesetz seid, sondern unter der Gnade.
 auf uns beziehen, auch an Jesus als den Messias glauben. Wer sollte das sonst von sich sagen können?
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Re: Christen und die Thora

Beitrag von Franz am Mi 18 Jul - 23:24

Interessante Beispiele:

Jüdische Ausdrucksweise: die Thora, schriftliche und mündliche,  findet die Jüdische Denkweise vor bzw. setzt sie voraus.

Einige Bespiele, wie Texte zu verstehen sind:

•„der Glaube kann Berge versetzen“
Sollen hier wirklich Berge wörtlich versetzt werden?

Was bedeutet das?

Oder anderes Beispiel:

•In Offenbarung heißt es:  das Tier, das aus dem Meer steigt.
Ist was wirklich ein Meeresungeheuer?

Oder anderes Beispiel:

•Die diversen Gerichtsdarstellungen mit Todesstrafen, die wir im Christlichen als „Vernichtungsweihe“ kennen, zB. die Vernichtung ganzer Völkerschaften durch die Israeliten.

Was bedeuten diese Texte?


Ohne Kenntnis der Thora kann man diese nicht richtig interpretieren!

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Re: Christen und die Thora

Beitrag von HeinzB am Mi 18 Jul - 23:57

Franz: Jüdische Ausdrucksweise: die Thora, schriftliche und mündliche, findet die Jüdische Denkweise vor bzw. setzt sie voraus.

Komisch ich versteh diese Sätze auch ohne jüdische Denkweise.
Und nun?
•„der Glaube kann Berge versetzen“
Alle Hindernisse in meinem Leben, Probleme usw, sind "Berge" die sich vor mir auftürmen.


•In Offenbarung heißt es: das Tier, das aus dem Meer steigt
Das Meer ist die Welt der Politik, das Tier, wie du weisst, das Antichristliche Reich bez. der Antichrist.

•Die diversen Gerichtsdarstellungen mit Todesstrafen, die wir im Christlichen als „Vernichtungsweihe“ kennen, zB. die Verrichtung ganzer Völkerschaften durch die Israeliten

Ich kennen keine "Vernichtungsweihe".
Aber diese Todestrafen wurden nun mal an jenen Völkern vollstreckt, ob wir Gottes Handeln da verstehen oder nicht. Ich weiss zwar das Du nun wieder sagen wirst "nein wurden sie nicht",
aber sie wurden es eben doch.
Dafür brauche ich keine jüdische Denkweise, um dies alles zu verstehen.
Und ich muss da auch nichts "interpretieren".






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Re: Christen und die Thora

Beitrag von Franz am Do 19 Jul - 0:09

HeinzB schrieb:Franz: Jüdische Ausdrucksweise: die Thora, schriftliche und mündliche,  findet die Jüdische Denkweise vor bzw. setzt sie voraus.

Komisch ich versteh diese Sätze auch ohne jüdische Denkweise.
Und nun?
•„der Glaube kann Berge versetzen“
Alle Hindernisse in meinem Leben, Probleme usw, sind "Berge" die sich vor mir auftürmen.


•In Offenbarung heißt es:  das Tier, das aus dem Meer steigt
Das Meer ist die Welt der Politik, das Tier, wie du weisst, das Antichristliche Reich bez. der Antichrist.

•Die diversen Gerichtsdarstellungen mit Todesstrafen, die wir im Christlichen als „Vernichtungsweihe“ kennen, zB. die Verrichtung ganzer Völkerschaften durch die Israeliten

Ich kennen keine "Vernichtungsweihe".
Aber diese Todestrafen wurden nun mal an jenen Völkern vollstreckt, ob wir Gottes Handeln da verstehen oder nicht. Ich weiss zwar das Du nun wieder sagen wirst "nein wurden sie nicht",
aber sie wurden es eben doch.
Dafür brauche ich keine jüdische Denkweise, um dies alles zu verstehen.
Und ich muss da auch nichts "interpretieren".







Hi HeinzB!

Auf Mose Anordnung wurden 3000 getötet
Auf Elija Anordnung 450 Baalspropheten getötet
Josua und die Ausrottung ganzer Völkerschaften

Das lässt du einfach so stehen ohne nachzudenken, was das bedeuten soll?
So grosse Heilsgestalten ordnen Tötungen an?

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Re: Christen und die Thora

Beitrag von HeinzB am Do 19 Jul - 13:11

Franz schrieb:

Hi HeinzB!

Auf Mose Anordnung wurden 3000 getötet
Auf Elija Anordnung 450 Baalspropheten getötet
Josua und die Ausrottung ganzer Völkerschaften

Das lässt du einfach so stehen ohne nachzudenken, was das bedeuten soll?
So grosse Heilsgestalten ordnen Tötungen an?[/quote]

Gott hat sein Strafgericht an diese Völker vollstreckt.
Wer bin ich, Gott deswegen anzuzweifeln?
Er ist der Herr, und sein Zorn kann fürchterlich sein, das müssen wir eben akzeptieren.
Dagegen machen kannst du eh nichts.
Und auch wenn du dies alles dementierst und erklärst, sei ja alles nur symbolisch:
Ich Zweifel Gottes Wort und handeln nicht an.
Er ist der Richter über uns alle.
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Re: Christen und die Thora

Beitrag von Euler am Do 19 Jul - 15:09

Was in der Thora geschrieben steht und heute noch gilt für Juden und Christen:

"An den Kindern deines Volkes sollst du dich nicht rächen und ihnen nichts nachtragen.
Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Ich bin der HERR."  3. Mo 19,18
"Darum sollst du den Herrn, deinen Gott, lieben mit ganzem Herzen, mit ganzer Seele
und mit ganzer Kraft."  5. Mo 6,13

"Wer auch nur eines von den kleinsten Geboten aufhebt und die Menschen entsprechend lehrt,
der wird im Himmelreich der Kleinste sein. Wer sie aber hält und halten lehrt, der wird
gross sein im Himmelreich."  Mt 5,15

Wenn die 5 Bücher Mose für die Christen bedeutungslos wären, dann würde die Bibel nur aus dem
neuen Testament bestehen. Trotzdem gilt für uns, die wir genau genommen Heidenchristen sind,
seit dem ersten Konzil der Apostel: Die Männer müssen sich nicht beschneiden lassen und alle Christen sind
von Speisegeboten und anderen Vorschriften befreit, welche für das Volk Israel im alten Bund noch galten.


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Re: Christen und die Thora

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