Warum die Bibel wörtlich nehmen

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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von Franz am Sa 11 Aug - 20:18

Lieber HeinzB!

Danke für Deine Bemühungen!

Franz
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von KiKI am Sa 11 Aug - 23:27

@HeinzB
Aufgrund deiner außergewöhnlichen Erfahrungen, die ich ernst nehme, kommst du zu der Aussage, dass die Bibel wörtlich zu verstehen sei. Bestimmte Stellen hast du wörtlich verstanden, umgesetzt und Erfolg gehabt. Das ist legitim. Was nicht legitim ist ist, aus persönlichen Erfahrungen eine allgemeingültige theologische Aussage zu machen. Und so können wir den Satz:

„Wir laufen Gefahr, die Glaubwürdigkeit der Bibel zu untergraben, wenn wir sie nicht wörtlich nehmen,“

auch anders formulieren:

Wir laufen Gefahr, die Glaubwürdigkeit der Bibel zu untergraben, wenn wir sie wörtlich nehmen.

Frage:
Wie wörtlich nimmst du die Aussage, dir ein Auge rauszureißen, die Hand abzuhacken, wenn sie dich ärgern?

Oder
1.Sam1, 26 Es ist mir Leid um dich, mein Bruder Jonathan: ich habe große Freude und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn Frauenliebe ist.
Wie wollen wir das wörtlich verstehen?

Und
In welcher Sprache oder Übersetzung nimmst du die Bibel wörtlich? Sei dir bewusst, jede Übersetzung ist bereits eine Interpretation.

Ich nehme die Bibel ernst. Sie ist ein heiliges Buch, geschrieben in einer heiligen Sprache, die immer einer Übersetzung und damit Interpretation bedarf.

LG
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von HeinzB am Sa 11 Aug - 23:31

Nun Franz, ich danke dir.
Denn dank deiner Posts kann jetzt jeder sehen wie wichtig es ist sich nur an dem Wort Gottes zu halten und es ohne es zu verbiegen oder nach menschlicher Vorstellung auslegen zu wollen.
Für die Unkundigen oder weniger belesenen, die hier mitlesen:
Die Heilige Schrift erklärt sich ganz von alleine.
Wichtig ist sich bewusst zu machen, das der Heilige Geist unser Lehrer ist und uns die Schrift erklärt, wo es erklärungsbedarf gibt.

Dennoch bleibt es ein spannendes Terrain, und nicht jedem erschließt sich alles sofort.
Das ist auch gut so, denn so haben wir ja schönen Gesprächsstoff.
Sicher gibt es Passagen sie nicht so einfach zu verstehen sind. Das liegt allein daran, das die Bibel vom ersten bis zum letzten Vers ein Gesamtwerk ist.
So erklären sich zum Beispiel Passagen aus den Psalmen erst wenn man beim Buch Hesekiel angekommen ist. Oder aus Daniel in der Offenbarung.
Angebliche Widersprüche lösen sich von allein auf, wenn man aufmerksam liest
.
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von HeinzB am So 12 Aug - 0:13

KiKi, deine Frage zu Matthäus 5, 29 u. 30 habe ich auf der ersten Seite dieses Threads bereist beantwortet.

1.Samuel 18, 1
"Als David aufgehört hatte mit Saul zu reden, verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb von wie sein eigenes Herz."

Das Verhältnis der beiden Männer zueinander basierte auf wirklicher Liebe.
Darum heißt es gleich darauf zweimal, dass David Jonathan "wie seine eigenes Herz liebgewann" (1Sam. 18,1b.3b).
Wenn David in seinem Trauerlied in 2 Sam. 1,26 die Liebe Jonathans höher als die Liebe zu Frauen einschätzt, dann sagt das etwas darüber aus, wie außergewöhnlich die Freundschaft zwischen David und Jonathan war. Gerade durch die Art seiner Liebe war Jonathan ein Vorbild, nicht nur für David, sondern auch für uns heute. Wir lernen daraus, was es heißt, den Nächsten so zu lieben wie uns selbst.

Übersetzung Luther, Neue Evangelistische sowie Jüdisches Neues Testament von David H. Stern.

Siehst du KiKi, was uns unterscheidet ist, das ich nichts in die Schrift interpretiere.
auch lehne ich sämtliche Interpretationen ab.
Ich sagte "Wir laufen Gefahr, die Glaubwürdigkeit der Bibel zu untergraben, wenn wir sie nicht wörtlich nehmen," ja genau da steh ich auch zu.
Weil Gott das selber sagt.  Weil er uns auffordert alles andere wegzulassen.
Die Bibel spricht zu jedem der sie hören will.
Ich respektiere deine Herangehensweise an die Schrift, aber wenn es um eine mündliche Überlieferung geht die dem geschriebenen Wort Gottes widerspricht, die etwas völlig anderes aussagt als die Schrift, ist meine Toleranz vorbei.
Widerspruch bleibt Widerspruch liebe Kiki, ob die nun ein Gelehrter macht oder nicht.

Wenn Stephen Hawking sagt, "Das Universum hat sich selbst erschaffen weil es notwendig war" dann ist diese Aussage nicht hat nur ein Widerspruch in sich selbst,
sie ist einfach Dumm. Nun er hat das gesagt, aber auch wenn der "klügste" Mann der Welt etwas dummes sagt wird es dadurch nicht legitim.
Und das gilt erst recht auch auf der Heiligen Schrift widersprechende Lehren.
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von KiKI am So 12 Aug - 0:33

HeinzB schrieb:[color=#000099]Nun Franz, ich danke dir.
Denn dank deiner Posts kann jetzt jeder sehen wie wichtig es ist sich nur an dem Wort Gottes zu halten und es ohne es zu verbiegen oder nach menschlicher Vorstellung auslegen zu wollen.

Hi alle miteinander,
Franz verbiegt in keiner Weise das Wort G-ttes. Dies ist einfach eine falsche Behauptung. Franz möchte, wie es auch von Jesus heißt, zunehmen an Weisheit ... Lukas 2,52.
Weisheit fällt nicht vom Himmel herab, sondern wird erarbeitet.

Lieber HeinzB die Thora ist ohne Vokale und ohne Punkt und Komma geschrieben. Wie willst du sie lesen? Dass man sie überhaupt lesen kann ist der mündlichen Thora zu verdanken, die Mosche gleichzeitig mit der schriftlichen bekam, schade, dass du sie ablehnst.

Der Name G-ttes ist bereits Abraham bekannt 1 Mose 15,2 sagt Abraham: Herr, mein G-tt .... auf Hebräisch:  אֲדֹנָי יְהוִה. Wenn Mosche nach dem Namen fragt, dann nicht, weil er ihn nicht kennt, sondern weil jeder Name G-ttes und davon gibt es mehrere, mit einer ganz besondern Eigenschaft und Kraft verbunden ist. Welche soll jetzt zur Wirkung kommen?

Mosche ist Levit, 2. Mose 2,1. Und er ist Mann G-ttes, wie wir in Psalm 90,1 lesen:  אִישׁ-הָאֱלֹהִים - Mosche, Isch HaElohim. Isch hat eine ganz besonder Bedeutung, die über einfach Mann in unserem heutigen Sinne hinausgeht.

LG
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von HeinzB am So 12 Aug - 1:40

Zuallererst habe ich nicht gesagt das Franz das Wort Gottes verbiegt, sondern das er, wie ja auch du, Auslegungen glaubt die im völligen Widerspruch zur Heiligen Schrift.

Ich danke Gott dafür das er dafür gesorgt hat das sein Wort in allen Sprachen der Welt zu lesen ist, ob mit oder ohne Komma.
Du sagst wird ohne Komma und ohne Punkt geschrieben.
Wir sind uns aber einig das Jesus von Nazareth die Schriften kannte, und sie auch gelesen hat. Dann weisst du auch das Jesus, der Aramäisch sprach, sagte, das vom Gesetz nicht ein "Judh" (griechisch Jota) vergehen wird. Das aramäische Wort Judh heisst Punkt. Nur mal so am Rand bemerkt.
"Mann Gottes" heisst nicht der Ehemann Gottes, wie Franz schrieb. Mann Gottes heisst nur, das diese Person von Gott für einen Dienst auserwählt ist.
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von Mimi1 am So 12 Aug - 7:59

Kiki schrieb:Lieber HeinzB die Thora ist ohne Vokale und ohne Punkt und Komma geschrieben. Wie willst du sie lesen? Dass man sie überhaupt lesen kann ist der mündlichen Thora zu verdanken, die Mosche gleichzeitig mit der schriftlichen bekam

Danke, Kiki, für solche Informationen, welche du in diesem Forum hier weitergibst. Ich selbst kann zum Thema selbst nichts Hilfreiches beitragen, da ich zu wenig weiss. Doch ich lese immer wieder aufmerksam mit, was du schreibst.

Dass jede Übersetzung auch eine Interpretation ist, das ist mir klar, seit mein Bruder, welcher Theologie studierte, in seiner Abschlussarbeit das Hohelied neu übersetzt hat. Ich weiss noch, wie er darüber jammerte, dass es für so viele Wörter so viele Übersetzungsmöglichkeiten gebe, dass es oft schwierig sei, jene herauszufiltern, welche die wahrscheinlichste war.

Da kann man meiner Meinung nach wirklich berechtigterweise fragen, welche Übersetzung denn nun wörtlich das Wort Gottes sei. Es muss ja nicht sein, dass die geläufige wirklich die richtige ist.

Gruss
Mimi
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von Pete am So 12 Aug - 8:52

Guten Morgen allerseits Cool
Es geht ja immer um einen persönlichen Entscheid, so auch in dieser Sache die hier besprochen wird.
Als bibeltreuer Christ könnte man nun auch die Gegenfrage stellen:
Welche Auslegung stimmt denn nun?
Hier haben wir auf einer Seite das Wort Gottes, und auf der anderen Seite tausend Auslegungen. Welche stimmt nun? Jede Religionsgemeinschaft deutet das Wort nach ihrem Gusto. Sonst gäbe es ja nicht soviele Denominationen, die sich, nota bene, alle auf die Bibel berufen und sich dann aber gegenseitig "bekämpfen".
Von mir aus können in einzelnen Nebenpunkten ohne weiteres verschiedene Ansichten sein. Das ist so und das war schon immer so.
Wo aber im Prinzip dann Aussagen der Bibel uminterpretiert werden, oder Vorkommisse die die Bibel beschreibt abgestritten werden oder als rein symbolisch dargestellt werden da hört es auf. Denn letztendlich geht es um die Glaubwürdigkeit des Wort Gottes. Die Untergrabung dieser Glaubwürdigkeit endet dann immer in der Bestreitung der Errettung alleine durch Jesus.
Hat man erst einmal aus der Bibel ein symbolisches Buch gemacht kann man den Kern angehen und auch diesen Umdeuten: die Glaubwürdigkeit Jesu, SEINER Worte, SEINER Taten.
Es ist ein persönlicher Entscheid wie man mit dem Wort Gottes umgeht. Ich habe mich schon lange Entschieden: Ja, ich glaube an die Wahrheit der Schrift so wie sie geschrieben ist. In welcher Sprache? In der Sprache des heiligen Geistes der mir die Bibel eröffnet.
Es grüsst Pete, ohne Probleme in dieser Hinsicht
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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von HeinzB am So 12 Aug - 9:21

Danke Pete für deine klaren Worte denen ich mich anschliesse.
Zu den verschiedenen Übersetzungen sei noch gesagt, das sie im Grund alle das gleiche Aussagen, lediglich einzelne Wörter sich hin und wieder unterscheiden.
Beispiel:
1.Samuel 18, 1 bei Luther:
"Als David aufgehört hatte mit Saul zu reden, verband sich das Herz Jonatans mit dem Herzen Davids, und Jonatan gewann ihn lieb von wie sein eigenes Herz."
Schlachter:
"Und es geschah, als er aufgehört hatte mit Saul zu reden, da verband sich die Seele Jonathans mit der Seele Davids, und Jonathan gewann ihn lieb wie seine eigene Seele."
Zürcher:
Und nachdem er mit Saul geredet hatte, fühlte Jehonatan sich David innig verbunden, und Jehonatan liebte ihn wie sein eigenes Leben.

Die Zürcher Übersetzung ist dem Grundtext am nächsten.
Hier zeigt sich nur an diesem Vers, das die Aussage der Bibel immer die gleiche ist.
Es ist kein Unterschied der Raum für eine Interpretation liefert, mehreren sich widersprechenden Auslegungen liefert.
Und: Warum brauchen wir denn so viele Unterschiedliche Übersetzungen?
Aber wir sehen das Gott selbst über sein Wort wacht, das es uns unverfälscht gegeben wird.
Als in den Qumram Höhlen die Jesaja Rolle gefunden wurde, wurde Bibelkritikern das Mauls gestopft, weil unsere heutigen Übersetzungen mit dieser uralten Schriftrolle 1 zu 1 übereinstimmt. Lediglich wie im hiesigen Beispiel Samuels gibt es leichte Abweichungen bei einzelnen, aber nicht die Aussage verändernden Wörtern.
In den heute und neuen revidierten Fassungen hält man sich als ganz eng am "Original".

Was ich aber sage ist, das wenn es eine der Bibel widersprechende Auslegung gibt, ist diese abzulehnen. Sie ist nicht Gotte Wort, sondern menschlich.
Und warum sollte Gott zwei unterschiedliche, sich widersprechende Lehren geben?
Dann wäre Gott ja mit sich selbst uneins.
Nur mal anmerken, mein Gott weiß sehr wohl was er tut, und bestätigt sein geschriebenes Wort durch den Heiligen Geist.





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Re: Warum die Bibel wörtlich nehmen

Beitrag von Waldfee am So 12 Aug - 9:43

Pete schrieb: Ja, ich glaube an die Wahrheit der Schrift so wie sie geschrieben ist. In welcher Sprache? In der Sprache des heiligen Geistes der mir die Bibel eröffnet.

Das haben wir gerade am Frühstückstisch diskutiert. Der heilige Geist, der mir persönlich hilft, die Bibel zu verstehen, ist die eine Sache. Wenn jemand anders aber genauso die Bibel öffnet und er erkennt durch den Heiligen Geist etwas anderes - wie geht man damit um? 

HeinzB schrieb:Was ich aber sage ist, das wenn es eine der Bibel widersprechende Auslegung gibt, ist diese abzulehnen. Sie ist nicht Gotte Wort, sondern menschlich.
Und warum sollte Gott zwei unterschiedliche, sich widersprechende Lehren geben?

Ja, eben. Das frage ich mich dann auch. Wieso kommen ernsthaft gläubige Menschen, die um Erkenntnis ringen, den Heiligen Geist um Hilfe bitten, die Bibel studieren, zu unterschiedlichen Erkenntnissen? 

Ich habe zwei Möglichkeiten. Entweder ich mache es wie Franz, der sagt, man muss alles selber studieren - dann kann ich mir eine eigene Meinung bilden oder ich vertraue anderen Menschen (mich eingeschlossen), die behaupten der Heilige Geist hätte ihnen die Wahrheit eingegeben.

Dass die Bibel sich selbst auslegt, ist eine super Ansatz. Aber leider berufen sich da auch verschiedene Leute mit unterschiedlichen Meinungen darauf.

Das macht mich wirklich oft ratlos und zeigt auch die Grenzen auf, wenn man "die Bibel wörtlich" nehmen will.


LG Waldfee

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