Bin ich bereit?

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Bin ich bereit?

Beitrag von Uri am Do 24 Mai - 19:28

Aus „Die gute Saat“ hat mich folgender Satz zum Nachdenken gebracht:

Das Leben ist nie ohne Risiko, und oft ist „nur ein Schritt zwischen mir und dem Tod“! Ich muss also bereit sein, denn meine Zeit ist kurz – vielleicht sogar kürzer, als ich denke oder mir vorstelle! Bin ich bereit, dann vor Gott zu treten? schrieb:


Dreimal in meinem Leben durfte ich erfahren, wie schnell dieser kurze Schritt sein kann. Bin ich bereit? Und was bedeutet bereit zu sein?
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von willy am Do 24 Mai - 21:22

Herr, lehre uns bedenken, dass wir sterben müssen, damit wir klug werden.

Uri, diese Worte aus Ps. 90 kamen in meine Gedanken, als ich Deine Zeilen las.

Nur zu oft lassen wir uns ablenken. Wir verlieren so leicht das Ziel aus den Augen. Mein Lebensziel ist nicht das, was ich hier in diesem Leben erreichen kann. Mein Weg begann auf Golgatha und das Ziel ist die Ewigkeit, die ich mit Jesus in der Herrlichkeit verbringen will.

Ich darf es so sagen: Wenn ich auch mehrmals dem Tod nahe war, bis hierher wurde ich getragen. Das stimmt mich immer wieder dankbar.

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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Moni am Fr 25 Mai - 8:22

Ich verlasse mich drauf, dass Gott mich dann bereit gemacht hat bzw. dass ich vollendet werde, wenn ich bei Ihm bin. Vielleicht sind wir ja alle schon seit unserer Bekehrung bereit wie der Kreuznachbar von Jesus.
Dass ich mich selbst irgendwie bereit machen könnte, klingt für mich nicht stimmig und macht mir auch Angst.
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Mimi1 am Fr 25 Mai - 10:34

Für mich sind da verschiedene Fragen drin:

Bin ich bereit zu sterben?
Heisst für mich: Bin ich bereit alles, wirklich alles, loszulassen?
Hier muss ich sagen: Manchmal ja, manchmal nein. Dies ist nicht immer gleich.

Bin ich bereit vor Gott zu treten?
Dies ist für mich eine seltsame Frage, denn in meinen Augen trete ich mit jedem Moment vor Gott.

Bin ich bereit, das Urteil über mein Leben/Sein zu empfangen?
Das ist für mich eine schwierig zu beantwortende Frage, da ich nicht richtig weiss, wie ich mir dies vorzustellen habe. Auch innerhalb dieses Lebens erhalte ich mit jedem Urteil, das ich über einen anderen innerlich spreche, mein eigenes. Oder anders gesagt: Wie ich vergebe, so wird mir vergeben; nicht erst nach dem Tode, sondern jetzt. Bin ich bereit, dieses Urteil zu erhalten? - Ja, denn ich lade es mit meinem Urteil über andere ein.
Doch wie es nach dem Tode genau aussehen wird, weiss ich nicht.

Für mich läuft letztendlich diese Frage "bin ich bereit" - oder diese Fragen - auf eine einzige hinaus: Bin ich bereit, jetzt Gott zu vertrauen in allem, was geschieht?
Das Schöne: Selbst wenn ich dies mal nicht kann oder tue, werde ich zu meiner Überraschung doch immer wieder getragen. Erschüttert wird dieses Vertrauen nicht durch Dinge, welche ich selber erlebe, sondern durch Bilder aus den Nachrichten, in denen ich Menschen unglaubliches Leid ertragen sehen muss.

Gruss
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Uri am Fr 25 Mai - 11:01

Liebe Moni!

Sicher, ohne Jesus können wir nichts tun. Dennoch Jesus selber ermahnt uns wachsam zu sein. Warum wohl?

Das bekehren ist der erste Schritt. Aber wir müssen Seinem Worte gehorchen. Denn die Liebe zu Jesus bedeutet gehorsam zu sein.

Darum übe ich mich auch, allezeit ein unverletztes Gewissen zu haben gegenüber Gott und den Menschen.
Apg 24,16

Auch in den Sendeschreiben in der Offenbarung ermahnt Jesus die Gemeinden. Wir brauchen ein ganzes Leben lang Korrektur.

Ich ermahne euch nun, ihr Brüder, kraft der Barmherzigkeit Gottes, daß ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott wohlgefälliges Opfer: das sei euer vernünftiger Gottesdienst! 2 Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verändert euer Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes, um prüfen zu können, was der Wille Gottes sei, der gute und wohlgefällige und vollkommene.
Römer 12,1-2

Und wir können auf Jesu Hilfe jeder Zeit rechnen. Wenn Er in uns lebt, und wir in Ihm, haben wir die Hoffnung, die uns nie beschämen lässt.

Liebe Mimi!

Für mich läuft letztendlich diese Frage "bin ich bereit" - oder diese Fragen - auf eine einzige hinaus: Bin ich bereit, jetzt Gott zu vertrauen in allem, was geschieht? schrieb:

Ja, ich denke das ist sehr wichtig! Denn das „jetzt“ entscheidet auch über unsere Zukunft.
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Mimi1 am Fr 25 Mai - 11:40

Moni schrieb:Dass ich mich selbst irgendwie bereit machen könnte, klingt für mich nicht stimmig und macht mir auch Angst.

Ja, ich denke, dies würde mich auch unter Druck setzen: Was muss ich alles tun, um bereit zu sein? Werde ich es schaffen rechtzeitig? Was, wenn ich noch nicht bereit bin, werde ich dann bestraft oder was geschieht dann?

Mimi:
Für mich läuft letztendlich diese Frage "bin ich bereit" - oder diese Fragen - auf eine einzige hinaus: Bin ich bereit, jetzt Gott zu vertrauen in allem, was geschieht?

Uri:
Ja, ich denke das ist sehr wichtig! Denn das „jetzt“ entscheidet auch über unsere Zukunft.

Ob unser jetziges Vertrauen über unsere Zukunft entscheidet, das weiss ich nicht. Aber mein jetziges Vertrauen beeinflusst, wie es mir jetzt geht.

Glaubst du, Uri, dass wenn wir jetzt Gott nicht vertrauen können, es uns in der Zukunft, nach dem Tode, schlecht gehen wird deswegen? Oder wie entscheidet unser jetziges Vertrauen über unsere Zukunft?

Gruss
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Uri am Fr 25 Mai - 12:59

Liebe Mimi!

Wie will ich vor Gott erscheinen, wenn ich kein Vertrauen zu Ihm habe (jetzt oder später)? Bin ich sicher, dass ich dazu später noch Möglichkeit habe?

Unsere Zeit ist in Gottes Händen, niemand weiß, wann das irdische Leben zu Ende geht. Es ist besser heute Ihm zu vertrauen. Das Vertrauen aber wird erst durch Gehorsam lebendig.

Gerade das ist unsere Hoffnung, dass wir in Jesus ewiges Leben haben!

Smile
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Mimi1 am Fr 25 Mai - 13:16

Uri schrieb:Wie will ich vor Gott erscheinen, wenn ich kein Vertrauen zu Ihm habe (jetzt oder später)? Bin ich sicher, dass ich dazu später noch Möglichkeit habe?

Was geschieht dereinst deiner Meinung nach mit jemandem, der Gott nicht vertrauen kann? Was macht Gott mit diesem Menschen deiner Meinung nach?
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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von Uri am Fr 25 Mai - 13:23

Liebe Mimi!

Was meine Meinung ist? Es ist nicht meine Aufgabe darüber zu urteilen. Darüber spricht Jesus. Glaube ist DAS Vertrauen!

Die glauben und vertrauen dem Herrn, werden gerettet und haben das ewige Leben.

Hoffnungsvoll, Uri

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Re: Bin ich bereit?

Beitrag von willy am Fr 25 Mai - 13:25

1 Darum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns haben, lasset uns jede Last und die uns so leicht umstrickende Sünde ablegen und mit Ausdauer die Rennbahn durchlaufen, welche vor uns liegt,  2 im Aufblick auf Jesus, den Anfänger und Vollender des Glaubens, welcher für die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.  3 Achtet auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sündern gegen sich erduldet hat, damit ihr nicht müde werdet und den Mut verliert! Hebr. 12, 1-3

Der Anfang des Glaubens ist die Bekehrung, wie du richtig erkennst. Aber wie wir hier lesen geht es um weit mehr: um die Vollendung. Schau, ich würde niemals bezweifeln, dass ein Baby ein vollkommener Mensch sei. Da ist alles vorhanden, was den Menschen ausmacht. Trotzdem ist es in allem auf seine Eltern angewiesen, es reift heran und wird mit der Zeit mehr und mehr die Verantwortung für sein Leben übernehmen müssen. Schau, vollendet werde ich sicher erst, wenn ich vor Vater erscheinen darf.

In den angeführten Bibelversen ist die Rede von einem Wettlauf, einem Kampf um den Siegeskranz. Es geht wirklich um alles!

Die Wettläufer im antiken Griechenland entledigten sich jeglicher Kleidung um ungehindert laufen zu können. Ich habe die Rennbahnen in Olympia gesehen. Da wurden Läufer angefeuert von ihren Freunden. Andere suchten deren Gegner zu behindern: sie lenkten sie ab, indem sie ihnen kleine Goldmünzen auf die Rennbahn warfen. Wer eine Münze zu ergreifen suchte, verlor dadurch das Ziel aus den Augen und hatte bereits den Kampf verloren.

Paulus sagt von sich, dass er den Kampf immer noch vor sich hat... er, ein gestandener Gottesmann wusste, dass er noch nicht am Ziel war. Darum rang und kämpfte er.

Auch für mich ist das Ziel sicher nicht mehr allzu weit entfernt. So gilt es nun, den Kampf zu Ende zu führen und niemals nach zu geben. Es wartet die Siegeskrone auf den, der bis ans Ende treu kämpft.

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