Opfer bringen - noch zeitgemäß?

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Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Franz am So 30 Sep - 22:35

Liebe MitchristInnen!

Ist Opfer bringen noch zeitgemäß?

Der Katechismus der RKK schreibt dazu:

Damit die äußere Opferhandlung wahrhaftig ist, muß sie Ausdruck einer inneren Opferhaltung sein: „Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist . . .„ (Ps 51, 19).
Die Propheten des Alten Bundes verurteilten oft die Opfer, die ohne innere Anteilnahme [Vgl. Am 5,21--25] oder ohne Liebe zum Nächsten [Vgl. Jes 1,10--20, 2 Vgl. Jes 1,10--20, ] dargebracht werden.
Jesus erinnert an das Wort des Propheten Hosea: „Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer" (Mt 9,13; 12,7) [Vgl. Hos 6,6].
Das einzige vollkommene Opfer ist jenes, das Christus am Kreuz in völliger Hingabe an die Liebe des Vaters und zu unserem Heil dargebracht hat [Vgl. Hebr 9,13--14.]
Indem wir uns mit seinem Opfer vereinen, können wir unser Leben zu einer Opfergabe an Gott machen.

Franz
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Spaceship am Mo 1 Okt - 8:40

Jesus Christus hat ja für uns allemal
das Opfer am Kreuz  gebracht.

Wir können höchstens unsere Zeit für
einen Mitmenschen opfern etc
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Padma am Mo 1 Okt - 10:37

Ich denke da an Römer 12, 1+2.
Das eigentliche Opfer, der "Gottesdienst", das wir bringen und tun können, ist, uns selbst Gott hingeben und zur Verfügung stellen mit allem, was wir sind und haben.

Dann wird Gott uns schon im Einzelnen ganz konkret zeigen, was wir tun können und sollen.

Aus Freude und Liebe und nicht aus Pflichtgefühl; "einen fröhlichen Geber hat Gott lieb."

Es ist doch eigentlich ein wunderbares Vorrecht, dass Gott uns mitwirken lässt am Bau seines Reiches und uns gebraucht, um seinen Segen und seine Gaben auch anderen Menschen zukommen zu lassen, Freude in traurige Herzen zu bringen, Not zu lindern ....usw
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Mimi1 am Mo 1 Okt - 11:56

Mit dem Gedanken, mich Gott zu opfern, habe ich Mühe, denn dazu müsste ich erst glauben, dass ich nicht schon Gott gehöre.
Ich kann nicht Gott opfern, was schon sein ist.

Höchstens ist mir möglich, Gedanken wieder aufzugeben, dass das Leben so laufen soll und andere Menschen so sein sollten, wie ich es mir vorstelle.

Zum Opfern allgemein:
Ist es ein Opfer, wenn ich zwischen zwei Möglichkeiten eine wähle, die ich lieber tun will als die andere? Wenn z.B. beide Möglichkeiten mir nicht gefallen, aber die eine mir besser scheint und ich diese darum lieber wähle, als die andere? Ist dies dann ein Opfer?

Irgendwie tue ich IMMER das, was ich lieber tun will, wenn ich es genau betrachte.

Gruss
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Padma am Mo 1 Okt - 13:56

Hallo Mimi
Ich sehe Opfer nicht so an, dass ich Gott das opfere, was ihm noch nicht gehört und das, was ihm eh schon gehört, brauche ich auf nicht zu opfern ....

Denn genau genommen gibt es doch gar nichts, was ihm nicht gehören würde.
Und wenn im AT jemand ein Opfer brachte, zB das erstgeborene Lamm, dann gab er Gott nicht etwas von seiner Herde ab und der Rest gehörte ihm selbst.
Ich verstehe es eher so, dass er mit der Opferung des erstgeborenen Lammes Gott Dank sagte und ihm die Ehre gab für den Segen, dass sich die Schafe so gut vermehren und symbolisch damit anerkennt, dass die ganze Herde Gott gehört und er sie dankbar aus seiner Hand empfängt.

Und dass wir uns Gott hingeben als Opfer sehe ich auch nicht als einmaligen Akt und dann ist es fertig, sondern eher als allgemeine Lebenseinstellung, die in den konkreten Situationen des Lebens immer wieder eine neue Entscheidung dafür erfordert.
Und die Bereitschaft dazu ist überhaupt erst mal die Voraussetzung dafür, Gottes Willen zu erkennen, wie es in Röm 12,2 heisst "damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist ...".
Diese Bereitschaft führt in eine "veränderte Gesinnung" "nicht dieser Welt gleich....".

Das ist nicht ein einmaliger Vorgang und wenn der abgeschlossen ist, ist da ein perfekter Christ und der muss auch nichts mehr opfern oder sich verändern, denn Gott gehört ja eh schon alles in ihm.
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von feli am Mo 1 Okt - 13:59

Und dass wir uns Gott hingeben als Opfer sehe ich auch nicht als einmaligen Akt und dann ist es fertig, sondern eher als allgemeine Lebenseinstellung, die in den konkreten Situationen des Lebens immer wieder eine neue Entscheidung dafür erfordert. Und die Bereitschaft dazu ist überhaupt erst mal die Voraussetzung dafür, Gottes Willen zu erkennen, wie es in Röm 12,2 heisst "damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist ...". Diese Bereitschaft führt in eine "veränderte Gesinnung" "nicht dieser Welt gleich....". padma schrieb:
Gut ausgedrückt...kann ich so unterschreiben!!! I love you I love you
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Rolf am Di 2 Okt - 9:20

Opfer?
Welches Opfer?
Mit em Begriff des "Opfers" ist zwangsläufig ein anderer verbunden: Die höhere Macht, der wir dieses Opfer bringen. Ob der Begriff des Prietsres mit dem opfer untrennbar verbunden ist, lasse ich jetzt mal beiseite.
Die höhere Macht also: Welcher höheren Macht bringen wir die Verkehropfer, die Kriegsopfer, die Opfer unrer Marktwirtschaft, als da sind: die afrikanischen Kleinbauern, die ihr Land an Großkonzerne verkaufen und hinfort keine Lebensgrundlage mehr haben. Die afrikanischen Kleinbauern, der Hühnerzucht wir zugrunde richten, indem wir die Hühnchen- unmd Hähnchenteile exportieren, die hier unverkäuflich sind?

Welcher höheren Macht, welchem Gott also opfern wir diese?


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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von feli am Di 2 Okt - 11:01

Hi Rolf...hat doch padma prima beschrieben...
Die eigene Gesinnung muss sich ändern, und damit verändern wir auch unser Verhalten der Welt gegenüber!!!

Es fängt immer bei dir und bei mir ganz persönlich an!!!
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von Spaceship am Di 2 Okt - 11:59

Jepp , dem ist so. 02.10.2018 Exclamation
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

Beitrag von HeinzB am Di 2 Okt - 21:33

Das Opfer - ja was soll ich Gott denn opfern?
Alles, was ich ihm geben kann, mich selbst.
Nicht hier ein bischen, nicht da ein bischen, sondern mich,
ganz.
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Re: Opfer bringen - noch zeitgemäß?

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