Gott, du und ich im Jahre 2018

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Gott, du und ich im Jahre 2018

Beitrag von Adam am Mo 31 Dez - 7:59

Hallo und Guten Morgen,

Ich habe gestern folgenden Text auf meiner Facebook-Seite eingestellt, den ich euch ebenfalls als Leitgedanken mitgeben möchte, einmal darüber nachzudenken, wie euer Jahr 2018 eigentlich in eurer Beziehung zu Gott und den Menschen um euch herum verlaufen ist.

Der Anlass dieses Textes war auch eine entsprechende Predigt, die ich darin erwähne innerhalb unserer Gemeinde, die mir so ein paar Impulse setzte, mich persönlich mit meiner Beziehung zu Gott und meinen Mitmenschen auseinander zu setzen.

Ich würde den Thread gerne dazu benutzen wollen, dass jeder, der mag einmal so reflektiert, was ihm im vergehenden Jahr in diesem Sinne widerfahren ist, wie er entsprechende Veränderungen auch vielleicht durch gemacht hat.
Ich selbst werde ebenfalls so das eine oder andere auch im Zusammenhang mit unseren Forumstreffen, unsere gegenseitige, wechselseitige Wiedergabe unserer Glaubenserlebnisse, Empfindungen vermitteln.

Vorab aber erst ein mal einen Guten Rutsch mit folgendem Resümee:

Thor-Helge schrieb:"Ziemlich beste Freunde?"
Gott und ich gingen durch das Jahr 2018.
Ich weiß nicht, wie es euch dabei geht, wenn ihr über Gott nachdenkt, und seiner Beziehung zu und mit euch?!
Manchmal habe ich das Gefühl, dass Er, wenn ich wie so oft durch die Felder und Wiesen unseres "Dorfes" gehe, neben mir her trottet, und wir uns so über dies und das in der Familie, in der Gemeinde, über die Welt und und und unterhalten, wir miteinander klönen und sogar schmunzeln können, wie gerade vorhin, als ich am Küchentisch meinen Apfel schälte und dabei über die Heutige Predigt nachdachte, und dem anschließenden Aufruf unseres Pastors, doch mal das vergangene Jahr (noch nicht ganz) Revue passieren zu lassen.
Ich hatte das Gefühl, Er saß mir gegenüber, da, wo eigentlich meine Frau sitzt und schmunzelte ebenso über den Gedanken, ihn als "ziemlich besten Freund" anzusehen".
Es ist mein Empfinden, dass Er mir in vielen Situationen des zu Ende gehenden Jahres wirklich alle Mühe gab, mich darauf aufmerksam zu machen, dass ich nicht alleine auf dieser Welt bin, abgesehen von meiner lieben Frau, abgesehen von ihrer Familie, abgesehen von den vielen Freunden um mich herum, abgesehen von einer wirklich tollen Gemeinde, die nicht so ganz unschuldig daran ist, dass sich meine Beziehung zu meinem "ziemlich besten Freund" Gott im Laufe der Zeit doch mehr und mehr intensiviert hat.

Ja, zugegeben, besonders fromm bin und war ich nicht wirklich, Demut ist für mich nach wie vor eigentlich nur Gott gegenüber möglich, nicht aber anderen Menschen gegenüber. Aber was heißt denn eigentlich fromm? Ich weiß es nicht wirklich!
Statt dessen schaue ich beim Spazierengehen in den Himmel, und denke an Ihm, an seiner von mir sehr sehr oft verspürten Liebe zu mir und auch zu den Menschen, die ich selbst mag. Offenbar haben wir da sehr oft den gleichen Geschmack. Wenngleich ich eingestehen muss, dass es da auch genügend Menschen gibt, die Er zwar ebenso liebt, wie mich, ich aber diese Liebe nicht unbedingt zu teilen vermag.
Ja, ist ja gut, lieber Gott, ich bin halt auch nur ein Mensch. Aber ich lerne jeden Tag dazu, versprochen!

So habe ich auch in meiner Gemeinde gelernt, nicht nur auf meine eigenen Belange und Interessen einzugehen, sofern diese vielleicht irgendwo von Nöten sind, sondern durchaus auch mal inne zu halten, und den oder die andere zu fragen "Wie geht´s dir denn heute".
Ist ´ne schöne Sache, andere in die eigene Welt einzubeziehen und dadurch zugleich auch reflektiert zu bekommen, wie man selbst von anderen gesehen wird, und wie auch diese, genauso wie ich, unter Umständen ihre Ansicht über mich oder ich über sie ändere.

Das ist allerdings eine Sichtweise, von der ich mir ziemlich sicher bin, dass ich dies nicht ohne Gott in und neben mir schaffen würde. Denn Er ist es ja auch, der mir im Laufe des Jahres die vielseitigen Facetten vieler Gemeindemitglieder mir offenbart hat, so dass ich sicherlich bei einigen meine vorgefertigte rein vom Äußeren distanzierten Auftreten Meinung revidieren musste und dazu gelernt habe.

Ich muss zugeben, ich bedaure es allerdings, dass ich erst so alt werden musste, um zu erkennen, zu lernen, dass es eben doch einiges mehr gibt, als meine begrenzte Sichtweise, die ich hierbei dann korrigieren kann und darf.
Ich lerne durch meine Glaubensfamilie nicht nur mehr in Punkto Glauben an sich dazu, sondern vor allem , was es bedeutet, eine christliche Gemeinschaft zu haben und darin eingebettet zu sein. Ein Teil dieser Gemeinschaft sein zu dürfen, die mir im Laufe der Zeit so viele liebenswürdige Seiten offenbart, aber auch mal genauso drauf ist, wie ich, wenn jemand anderen eine Laus über die Leber gelaufen ist.

Trotzdem stehe und sitze ich dann da, und sehe auch Gott neben diesen Menschen stehen oder auch im Zwiegespräch mit ihnen, und dies macht mich sicher und glücklich. Ich freue mich, dass Gott auch ihr "ziemlich bester Freund" sein kann, wenn diese es zulassen - und in diesem Sinne sehe ich auch die liebevollen Gesten und Blicke zwischen ihnen und mir zugleich auch als eine Geste Gottes, mir zu zeigen, dass mein "ziemlich bester Freund" überall dabei ist, wo ich auch bin.

In diesem Sinn werden wir auch in das Neue Jahr starten, Er und ich. Und ich wünsche Euch allen auch solche Momente der Festigkeit, der Gewissheit und des Gefühls einer unbeschreiblichen Liebe ... zwischen Ihm und uns, die wir dann auch auf andere übertragen können.

Einen guten Rutsch mit einem sicheren Halt

wünscht euch Euer
Thor-Helge.
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Re: Gott, du und ich im Jahre 2018

Beitrag von Pete am Mo 31 Dez - 9:18

Gutgen Morgen Thor-Helge
Danke für Deine Worte. Ich kenne ja Deine Spaziergänge von unseren Forumstreffs und verstehe wie wichtig und wertvoll diese für Dich sind. Dieses Gemeisamsein mit Gott kenne ich auch sehr gut und das ist etwas sehr schönes. Es wird mit der Zeit zu etwas normalem und ist unspektakulär, eigentlich ein Sein wie es sein sollte.
Zum vergangenen Jahr kann ich nur sagen: Seeehr ereignisreich, besonders auch im Beruf, aber auch in der Familie. Und in all den Ereignissen nicht nur zu wissen dass Gott, dass Jesus an meiner Seite ist, sondern es auch ganz klar und praktisch zu erleben, das ist immer wieder eine wunderbare Sache.
Es grüsst Pete, Dir einen guten letzten 2018er Tag wünschend
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Re: Gott, du und ich im Jahre 2018

Beitrag von feli am Mo 31 Dez - 14:50

Danke lieber Helge für dein Nachdenken und deine lieben Worte.
Wenn ich dich so lese,freue ich mich einfach soooooooooooo sehr,dass ihr beide eine Gemeinde gefunden habt,wo ihr zusammen seid und zusammen mit den Geschwistern aneinander und miteinander wachsen könnt.
Das ist für mich wahrlich ein großes Geschenk,
denn ich habe viele Jahre dafür gebetet!!

Auf ein Neues mit dem Herrn an der Seite!!!♥️ ♥️
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Re: Gott, du und ich im Jahre 2018

Beitrag von Franz am Mo 31 Dez - 18:28

Lieber Adam!

Was du über die Gemeinschaft schreibst, sehe ich auch so.
Ist bei uns gleich.
Beim Spaziergang oder anderen Tätigkeiten, wie zB. Radfahren oder Langlaufen, Anbetungsgebete zu verrichten, sind eine gute Sache!

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Spazieren gehen mit Gott

Beitrag von Adam am Di 1 Jan - 8:13

Pete schrieb:Ich kenne ja Deine Spaziergänge von unseren Forumstreffs und verstehe wie wichtig und wertvoll diese für Dich sind. Dieses Gemeisamsein mit Gott kenne ich auch sehr gut und das ist etwas sehr schönes. Es wird mit der Zeit zu etwas normalem und ist unspektakulär, eigentlich ein Sein wie es sein sollte.

Ich hätte deine letzte (oben hervorgehobene Bemerkung) vielleicht etwas anders ausgedrückt haben wollen, bzw. auch verstehen wollen. Aber ich denke, du meinst dies auch so, wie ich es aus meiner Position heraus erkläre:

Während der "Hetze des Alltags", den täglichen Pflichten, meiner auch schon mal auf Facebook angesprochenen dauernden Beziehung zu meinem Handy und diesem Computer hier, oder dem Labtop, wo ich tatsächlich auch manchmal so beim Spazierengehen das Handy in die Hand nehme, um nachzuschauen, ob ich vielleicht überhört und übersehen habe, dass mich irgendjemand "angepiepst hat, eine "E-Mail geschickt hat" ... Gründe finde ich genügend, um dies zu tun Wink , ist es meiner Meinung nach und durch meine persönliche Erfahrung für Gott selbst manchmal sehr schwierig, mich erreichen zu können, ein Ohr für Ihn zu haben, wie wir an vielen Stellen in der Offenbarung als explizite Aufforderung lesen können "Wer hören kann, der sollte hören, was Gott den Gemeinden und so auch mir zu sagen hat!"

Soll heißen, eigentlich bin ich mittlerweile nicht so begeistert von der Existenz dieser medialen Geräte, der Möglichkeit, ständig mit einem "Ohr" und einem "Auge" auf diese Geräte zu schielen und zu hören, weil ich festgestellt habe, dass sich auch die Natur selbst um mich herum, wie ja auch die Menschen ohne Handy mir mitteilen wollen, mich darauf hinweisen wollen: "Hey, du, Thor-Helge, wir sind von Gott für dich geschaffen worden!" So, auch, wie es in der Bibel gleich zu Anfang klar und deutlich geschrieben wird: "Die Natur zuerst für den Menschen" und erst am 6. Schöpfungstag erfolgt die "Schaffung des Menschen für die Natur!"

Und Er hat uns mit natürlichen Sinnen ausgestattet, wodurch wir Ihn und Uns mittels der Natur erfahren, erkennen und mit Ihm auch kommunizieren können.

Genau dieses wurde mir auch im letzten Jahr gerade durch meine Spaziergänge in der Natur bewusst; Kein Handy, kein Computer, sondern die Sinne, die mir Gott gegeben hat, verbinden mich mit Gott, der Natur, "und" den Menschen.

Die Gefahr ist also, wenn dieses Spazierengehen "unspektakulär" wird, zu einer eingefleischten Gewohnheit, so sieht man hier vielleicht irgendwann nur noch den Aspekt der physischen Gesundung, dem seinen Körper selbst etwas Gutes zu tun, also die Bewegung ... und dies dann lediglich als Ausgleich zu dem oftmaligen Sitzen in der Arbeit, am Computer, usw., aber nicht mehr als die notwendige Bereitschaft, auf Gott zu hören "Wer Ohren hat, der höre!", weil ich in dieser Situation, die bei mir schon mal pro Spaziergang etwa 25 Minuten dauert, lediglich darauf achte, bewusst zu Gehen, bewusst mich zu bewegen, Gymnastik zu betreiben ... nicht aber wirklich auf den Ruf Gottes zu hören, so wir Er immer wieder den Jungen Samuel rief:
1Sam 3,6 Der HERR rief abermals: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich! Du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe nicht gerufen, mein Sohn; geh wieder hin und lege dich schlafen.

Wir hören also den Ruf unseres Handys, den Ruf unseres Computers, aber kaum noch den Ruf Gottes. Bzw. gibt es genügend andere Menschen, die dir dann sagen, dies ist "ein schlechtes Zeichen", wenn du anfängst Stimmen zu hören: Du solltest zum Arzt gehen.

Soweit mal mein Gedanke dazu...
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Adam
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Re: Gott, du und ich im Jahre 2018

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