Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

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Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Franz am Sa 16 Jun - 17:15

Homosexuelle Paare für Papst keine Familien

Nur Männer und Frauen können nach Ansicht von Papst Franziskus eine Familie sein. Die Menschen sprächen heutzutage von vielen Formen von Familien, sagte der Papst heute der italienischen Nachrichtenagentur ANSA zufolge. Aber die Familie als Ebenbild Gottes seien einzig Mann und Frau, sagte der Papst und schloss damit homosexuelle Paare aus der Definition aus.

Über Fremdgehen

Zudem lobte er Frauen, die ihren fremdgehenden Männern vergeben. Viele Frauen - und manchmal auch Männer - blickten weg und warteten, bis ihr Partner wieder treu werde, sagte der Papst bei einem Forum katholischer Familien. „Das ist Heiligkeit, die aus Liebe alles vergibt.“

Über Abtreibung

Der Papst, in dessen Heimatland Argentinien das Parlament vor wenigen Tagen für eine Legalisierung von Abtreibungen gestimmt hatte, kritisierte Schwangerschaftsabbrüche scharf. Abtreibungen von schwerkranken Föten verglich er mit Programmen der Nationalsozialisten. „Im vergangenen Jahrhundert war die ganze Welt schockiert davon, was die Nazis getan haben, um die Reinheit der Rasse sicherzustellen. Heute tun wir dasselbe, nur mit weißen Handschuhen.“ Man sollte Kinder so akzeptieren, wie sie seien, auch wenn sie manchmal krank seien, fügte er hinzu.

Franziskus hatte in der Vergangenheit die Kirche dafür kritisiert, sich zu sehr auf Abtreibungs- und Verhütungsdebatten zu konzentrieren, und gesagt, es sei nicht an ihm, über Homosexuelle zu richten. In der Lehre der katholischen Kirche über Sexualität und Familienplanung gab es unter Franziskus aber keine Reformen.

red, ORF.at/Agenturen

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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Regenbogenbunt am Mo 25 Jun - 21:03

Und was ist mit fremdgehenden Frauen? Hat er die auch erwähnt und die Reaktionen der Männer?
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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Frohnatur81 am Mo 25 Jun - 23:31

Das gleiche habe ich mich auch gefragt Regenbogenbunt.
Was ist mit der Ethik? 1.) Frauen die vergewaltigt werden und schwanger werden? Wie ist Ihnen zu helfen?
2.) Ich habe in meinem sehr sehr engen Freundeskreis 4 Homosexuelle Paare. Jeder einzelne, ein wunderbarer Mensch.
Klar Frau und Mann gehören zusammen, deswegen verurteile ich sie nicht!
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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von DenkTroll am Di 26 Jun - 8:33

Wie steht Papst Franziskus eigentlich zu Leuten, die Stoffe tragen, in denen Wolle und Flachs gemischt ist? Wäre in dem Zusammenhang auch mal wichtig.
Oder zu Leuten, die Schweinefleisch essen. Oder Fleisch von gewissen Vogelarten. Oder von Tieren mit bestimmten Scharten?

Franziskus ist ja eher liberal, kein Konservativer. Dass er die Familie schützen will, ist ehrenswert, aber seine Ansicht ist nicht mehr Teil der heutigen Lebensrealität. Das ist jetzt keine Aussage darüber, ob das gut oder schlecht ist, nur eine Feststellung.
Relevante Fragen werden nicht beantwortet, stattdessen geht man auf Sexualität, weil das populistisch ist. Stattdessen sollte Franziskus klar sagen, welche Speisegesetze nach seiner Meinung noch eingehalten werden sollten, wie man sich kleiden soll. Das sind ebenso menschliche Grundbedürfnisse wie Sexualität, aber ist wohl zu langweilig für die Presse, oder für Franziskus.
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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Franz am Mi 10 Okt - 20:14

Papst Franziskus wertet Abtreibung als Auftragsmord!

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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Spaceship am Do 11 Okt - 9:07

DenkTroll schrieb:Wie steht Papst Franziskus eigentlich zu Leuten, die Stoffe tragen, in denen Wolle und Flachs gemischt ist? Wäre in dem Zusammenhang auch mal wichtig.
Oder zu Leuten, die Schweinefleisch essen. Oder Fleisch von gewissen Vogelarten. Oder von Tieren mit bestimmten Scharten?

Franziskus ist ja eher liberal, kein Konservativer. Dass er die Familie schützen will, ist ehrenswert, aber seine Ansicht ist nicht mehr Teil der heutigen Lebensrealität. Das ist jetzt keine Aussage darüber, ob das gut oder schlecht ist, nur eine Feststellung.
Relevante Fragen werden nicht beantwortet, stattdessen geht man auf Sexualität, weil das populistisch ist. Stattdessen sollte Franziskus klar sagen, welche Speisegesetze nach seiner Meinung noch eingehalten werden sollten, wie man sich kleiden soll. Das sind ebenso menschliche Grundbedürfnisse wie Sexualität, aber ist wohl zu langweilig für die Presse, oder für Franziskus.

Hallo Denktroll ,

Du verwechelst das Judentum mit der
Christlichen Kirchen
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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Karin8 am Do 11 Okt - 11:21

Ich dachte, Argentinien hat GEGEN Abtreibung gestimmt! *verwirrtbin*

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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

Beitrag von Franz am Do 11 Okt - 16:51

Starke Reaktionen auf Papst-Sager zu Abtreibung

Auf den Satz von Papst Franziskus, Abtreibung sei wie die Bestellung eines Auftragsmörders, haben Katholiken wie Medien - zum Teil mit Kritik - reagiert. Doch es gab schon früher ähnliche Aussagen von Franziskus zum Thema Schwangerschaftsabbruch.
Papst Franziskus hatte am Mittwoch bei seiner Generalaudienz am Petersplatz Abtreibung mit einem Auftragsmord verglichen. Eine Schwangerschaft abzubrechen sei, „wie jemanden zu beseitigen“, sagte er - mehr dazu in Papst vergleicht Abtreibung mit Auftragsmord. Im Juni dieses Jahre hatte er sich gegen Abtreibungen aus medizinischer Indikation gewandt und dies mit der Euthanasie der Nazis verglichen: „Heute machen wir dasselbe mit weißen Handschuhen.“

Papst Franziskus bei der Generalaudienz am Mittwoch auf dem Petersplatz in Rom
Hingegen erlaubte er im November 2016 Priestern, Frauen eine Abtreibung zu vergeben. Er wisse um den Druck, der viele Frauen zu dieser Entscheidung geführt habe, so Franziskus in einem Schreiben zur Sündenvergebung im Heiligen Jahr 2016. Er betonte zwar, die Abtreibung sei „eine schwere Sünde, da sie einem unschuldigen Leben ein Ende setzt“. Jedoch gebe es keine Sünde, die durch die Barmherzigkeit Gottes nicht erreicht und vernichtet werden könne.

Diesen versöhnlich-seelsorgerlicher Anstrich lässt seine neueste Aussage zum Konfliktthema Schwangerschaftsabbruch vermissen, wie Kommentare und Berichte in vielen Medien, aber auch Katholiken am Mittwoch und Donnerstag konstatierten.

„Wir sind Kirche“ mit scharfer Kritik
Kritisch äußerte sich noch am Mittwoch die katholische Plattform „Wir sind Kirche“: Man verwahre sich „energisch gegen den Vergleich von Auftragsmorden mit der Not vieler Frauen, die keinen andern Ausweg aus ihrer Situation sehen, als ihre Schwangerschaft abzubrechen. Die Herstellung eines Zusammenhangs zwischen einem Auftragsmord und einem Schwangerschaftsabbruch beleidigt sowohl die Opfer eines Mordes als auch die Gewissensentscheidung einer Frau im Schwangerschaftskonflikt.“

Die Plattform weiter: „Die geringe Sensibilität gegenüber schwangeren Frauen, die sich aus vielerlei und unterschiedlichen Gründen nicht in der Lage sehen, für das Kind, das sie erwarten, eine Zukunft aufzubauen, reiht sich ein in die vielen abstrusen Gedanken der Päpste der römisch-katholischen Kirche zur Lebenswirklichkeit von Frauen. Die Verurteilung gesetzlicher Möglichkeiten zu einem straffreien Abbruch durch den Papst verkennt, dass es Schwangerschaftsabbrüche auch unter strengsten Verboten immer gegeben hat und weiter geben wird. Allerdings immer auf Kosten der Frauen, die oftmals einen heimlichen Abbruch mit dem Leben bezahlten.“

„Bisher einzigartig“
Die italienische Tageszeitung „La Repubblica“ (Donnerstag-Ausgabe) schrieb: „Ein solcher Beitrag ist bisher einzigartig in seinem Pontifikat, auch wenn die Härte bei der Abtreibung sein Lehramt von Beginn an begleitet hat. (...) Wer Franziskus gut kennt, weiß, dass seine Position zur Abtreibung schon zu seinen Zeiten in Buenos Aires klar war. Auch die jüngste Entscheidung des argentinischen Senats, zu einem Entwurf für ein Abtreibungsgesetz nein zu sagen (...) und die Regel beizubehalten, dass Abtreibung nur nach einer Vergewaltigung und bei Gefahren für die Mutter erlaubt ist, ist Ergebnis der Verbindung zwischen der Kirche und den konservativsten Teilen des Landes.“

„Papst stellt sich gegen Frauen“
Die deutsche „Welt“ (Mittwoch-Ausgabe) schreibt dazu: „Franziskus hat einen ungeheuren Satz gesagt: Abtreibung ist wie die Bestellung eines Auftragsmörders. Der Papst inkriminiert mit diesem Vergleich Frauen auf der ganzen Welt. (...) Der Papst stellt sich gegen Frauen. Und stattdessen - auf eine Weise, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint - auf die Seite des Ungeborenen, aus dem alles Geborene hervorgeht.“ Franziskus sei Papst, „um Sätze wie diese zu sagen“, so der Kommentar.

Aussagen wieder relativiert?
Die „Süddeutsche Zeitung“ fragte sich in ihrer Mittwoch-Ausgabe, „was den Papst nun zu der scharfen Äußerung bewogen hat. Möglicherweise will er nur seine konservativen Kritiker in der Kurie besänftigen. Es könnte aber auch sein, dass der Satz vom Auftragsmord eine jene Sätze ist, die Franziskus - wie so oft zuvor - relativ spontan gemacht hat und die seine Mitarbeiter anschließend wieder relativieren.“

Auch die deutsche „Bild“-Zeitung gab sich in ihrer Mittwoch-Ausgabe alarmiert und schlug vor: „Schlägt der Papst so harsche Töne an, um seine kircheninternen Gegner und Kritiker zu besänftigen? Diese stammen überwiegend aus dem konservativen Flügel, sehen im Lebensschutz ein katholisches Kernanliegen.“

Die französische Regionalzeitung „Journal de la Haute-Marne“ findet den Kontext „ärgerlich", (...) in dem sich der Papst zu der Frage geäußert hat. Während die Kirche in der Pädophilie-Affäre festhängt, ist es schwer zu verstehen, dass sie sich zu dieser Art von moralischer Lektion hinreißen lassen kann.“

gril, religion.ORF.at

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Re: Papst Franziskus über Homosexuelle Paare, Fremdgehen und Abtreibung

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